https://archiv2017.iaa.de/iaa/news/zukunftsfenster-fuer-urbane-mobilitaet/

Zukunftsfenster für urbane Mobilität

Wie werden wir uns künftig in Städten wie Zürich, Wien oder Berlin fortbewegen?
Die IAA Pkw 2017 zeigt neue und intelligente Mobilitätskonzepte für die Stadt von morgen.

Ob Arbeitsweg, Familien- oder Arztbesuche, Freizeitaktivitäten, Urlaubs- und Geschäftsreisen, mobiles Internet und Telefonkonferenzen – wir werden immer mobiler und sind gleichzeitig an mehr Orten als je zuvor. Zugleich stehen wir am Beginn eines neuen Zeitalters. Weltweit wird in den nächsten Jahrzehnten über die Hälfte der Menschheit in Ballungsräumen leben. Wenn diskutiert wird, wie wir in Zukunft leben werden, ist oft von der Vision der autofreien Stadt die Rede. Zu dreckig, zu laut seien Autos mit konventionellen Verbrennungsmotoren, um Teil lebenswerter urbaner Räume bleiben zu können. Doch auch elektro- oder wasserstoffbetriebene Autos verursachen Staus und lösen nicht die Platzprobleme in den Straßen. Das Auto der Zukunft wird also nur ein Teil der Lösung sein.

Individuelle Mobilität wird künftig von der Devise „nutzen statt besitzen“ geprägt sein. Vor allem junge Menschen verzichten heute immer öfter auf ein eigenes Auto. Gleichzeitig hält ein flexibler Mobilitätsmix Einzug: Städter wechseln häufiger das Verkehrsmittel. Und dabei zählt, wie sie am schnellsten und einfachsten ans Ziel kommen – und nicht, mit welchem Verkehrsmittel. Mobilitäts-Apps für das Smartphone oder Tablet sind bei der effizienten Navigation durch den Stadtdschungel und der Organisation von Routen behilflich. Sie kombinieren Angebote des öffentlichen Nahverkehrs, von Carsharing-Anbietern, Taxi- und Fahrdiensten und Mietfahrrädern in einer Anwendung. Dem Nutzer wird bei Bedarf sogar die kostengünstigste Verbindung angezeigt. Nach und nach werden diese Angebote noch intelligenter: Sie lassen aktuelle Verkehrsdaten in Echtzeit ebenso einfließen wie die Parkplatzsituation am Ziel. Auch wird daran gearbeitet, durchgängige Bezahlsysteme zu entwickeln, mit denen die Kunden ihre Reise trotz verschiedener Verkehrsmittel bequem mit einem Klick bezahlen können.

Zusätzlich entsteht künftig ein dichtes Netz von Privatfahrzeugen als Teil öffentlicher Flotten, Elektrorollern und Segways. Zudem werden Busse künftig ihre Routen an die Nachfrage der Bevölkerung anpassen. Mit dieser Entwicklung zum sogenannten „intermodalen“ Verkehr stehen unterschiedliche öffentliche und private Verkehrsmittel nicht länger in Konkurrenz zueinander, sondern ihre Nutzung wird intelligent und effizient durch die fortschreitende Digitalisierung verzahnt. Vernetzte Mobilität von morgen erfordert also integrierte Konzepte. Autohersteller, Verkehrsbetriebe, Bahnunternehmen und Reiseanbieter müssen sich daher mehr zu Mobilitätsdienstleistern entwickeln.

Zahlreiche Austeller auf der IAA zeigen konkrete Lösungsansätze für eine nachhaltige Mobilität in den Städten von morgen.
Zudem bietet die New Mobiliy World vom 14. bis 17. September mit Themenparks und Fachforen das perfekte Umfeld, um Mobilitätskonzepte der Zukunft zu erleben und dazu in den Dialog zu treten. Vor Ort in Halle 3.1 sind unter anderem die Berliner Verkehrsbetriebe, Uber, Continental, BlaBlaCar, moovel, Gett und auch große Software und Beratungsunternehmen wie IBM, SAP und McKinsey vertreten.